Lauschabwehr Warum? und Wie?

Lauschangriffe werden in der Regel im Rahmen von Wirtschaftsspionage, Konkurrenzspionage oder in Vorbereitung politischer Entscheidungen auf Staats- und Regierungsebene, von Angreifern organisiert und durchgeführt. Im Mittelpunkt eines Lauschangriffes und damit auch der Lauschabwehr steht der Mensch in seinem Tätigkeitsumfeld als Träger der begehrten Informationen. Die heutigen technischen Möglichkeiten erlauben es Angreifern Telefone abzuhören, E-Mail oder Fax-Nachrichten abzufangen, sich in Videokonferenzen einzuklinken und selbstverständlich auch soziale Netzwerke zu überwachen. Handys mit Spysoftware versehen oder  GSM-Wanzen sind in privaten Händen keine Seltenheit.

Die verbreitete Ansicht, dass die klassische Wanze als Lauschmittel ausgedient hat und sich die Angriffe ausschließlich auf Kommunikationsgeräte wie den PC und die digitale Telefonanlage konzentrieren, wurden durch die jüngsten Veröffentlichungen über die Mittel und Methoden der Geheimdienste widerlegt. Nicht selten werden Abhöreinrichtungen heute im Auftrag der Geheimdienste bereits im Produktionsprozess in Geräte oder Kabelverbindungen integriert. Die über das Internet erhältlichen Lauschmittel sind technisch sehr ausgereift und für kriminelle Angreifer kostengünstig zu erwerben.

           

Die Aufgabe eines Lauschabwehr – Teams ist aber nicht nur die Aufklärung von gegenwärtigen Lauschaktivitäten, sondern auch präventive Maßnahmen um illegalen Lauschangriffen vorzubeugen. Dazu gehört die Einbeziehung der vorhandenen Sicherheitsexperten in die Vorbereitung und Durchführung einer solchen Maßnahme, wie auch die Sensibilisierung und Schulung der eigenen Mitarbeiter eines Unternehmens durch Lauschabwehr – Spezialisten. Effizienter Schutz ist nur mit einer unternehmensweiten Strategie zu erreichen.

Ein Lauschabwehr – Team sollte immer alle vorhandenen Medien eines Raumes in die Untersuchung einbeziehen und nachfolgende Problemfelder berücksichtigen.

  • Suche nach inaktiven und aktiven Minisendern, verborgenen Mikrofonanlagen und getarnten Tonaufzeichnungsgeräten
  • Überprüfung auf verdeckte Anschaltungen, der vorhandenen Büro- und Kommunikationstechnik sowie der vorhandenen Stark- und Schwachstromleitungen durch das Lauschabwehr – Team;
  • Technische und visuelle Untersuchung von Verstecken in Einbauschränken, baulichen Veränderungen, möglicher Akustischer Übertragungswege, Büromöbeln und Ausspiegelung vorhandener Hohlräume innerhalb der Räume;
  • Manuelle Überprüfung von Verdachtsmomenten, die mit Hilfe der elektronischen Messtechnik als Angriffsquellen erkannt wurden;
  • Langzeitmessungen und Aufzeichnung des Frequenzspektrums zum Auffinden impulsartig sendender Angriffstechnik im Gesamtzeitraum der Untersuchungsmaßnahme;
  • Überprüfung und Analyse der vorhandenen W-LAN- Netze im 2,4GHz und 5GHz Bereich zur Feststellung illegal arbeitender Netze, einschließlich der Analyse der vorhandenen AP und der mit Ihnen verbundenen Clients
  • Untersuchung der Räumlichkeiten auf vorhandene illegale Videoüberwachungstechnik (Draht – Funk);
  • Überprüfung vorhandener Videokonferenztechnik auf vorhandenen aktiven Passwortschutz;
  • Die zerstörungsfreie Untersuchung von verdächtigen oder für die Unterbringung von Angriffstechnik geeigneten Gegenständen;

Die vom Lauschabwehr – Team gefertigten Berichte sollten neben dem aktuellen Stand der Abhörsicherheit auch Maßnahmen zur präventiven Verhinderung von Lauschangriffen enthalten. Dazu können auch der Bau abhörsicherer Räume sowie die Installation von Rauschgeneratoren gehören.