
Angriffe gegen Rechnernetzwerke sind grund-
sätzlich erkennbar, wenn entsprechende
Schutzmechanismen (Firewall, IDS - Instruk-
tion- Detektions- Systeme und ähnliche) im-
plementiert sind.
Auch hier gilt, dass alle über Luftschnittstellen
geführten Kommunikationsverbindungen er-
fassbar sind, diese bilden auch die großen
Schwachstellen. Alle Bluetooth- und WLAN-
Protokolle sind bereits geknackt worden und
stellen keine Sicherheitshürde für professio-
nelle Angreifer dar. Im Zusammenhang mit
Betriebssystemen und Software, insbesonde-
re aus dem Hause MICROSOFT, ist von der Of-
fenlegung der Quellcodes und der Schaffung
unbemerkter Zugangsmöglichkeiten gegenü-
ber der NSA und anderen amerikanischen Be-
hörden im Rahmen der Terrorismusbekäm-
pfung auszugehen. Umso bedenklicher ist die
vertragliche Vereinbarung des deutschen In-
Abwehr von Angriffen
gegen Rechnernetzwerke
nenministers Schilly mit MICROSOFT zu be-
werten, das E-Goverment gemeinsam "sicher"
zu machen. Als relativ sichere Betriebssysteme
gelten gegenwärtig Linux und andere OPEN-
Sources-Programme.
Es ist davon auszugehen, dass staatliche
Stellen des In- und Auslands über die erforder-
lichen technischen und personellen Ressour-
cen verfügen, derartige Kommunikationsbe-
ziehungen zu erfassen, auszuwerten und an
die entsprechenden Bedarfsträger weiterzu-
geben. Nicht ausgeschlossen werden kann,
dass sich auch Terroristen oder die Organi-
sierte Kriminalität (OK) im Anlassfall derartiger
Verfahren bedienen. Dies gilt fast uneinge-
schränkt für den Bereich der osteuropäischen
Staaten, insbesondere der GUS, wo ehemalige
Spezialisten der Geheimdienste, u.a. auch aus
finanzieller Not, bereits in kriminellen Strukturen
tätig geworden sind.